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OLALA, WM RICHTER 2014 UND DAS IN LUXEMBURG!


Ich werde versuchen mein Bestes zu geben! Dazu ist eine optimale körperliche Verfassung sowie eine mentale Vorbereitung notwendig. Beginn.....ab sofort!

Lee & Jack

Tschüss Jack!!! Es bliebe viel zu sagen, aber mir fehlen die Worte!

Du warst die fast 14 Jahre einfach nur toll, genial! Leider sollte der 25. Januar 2010 dein letzter Tag sein!

Lebe wohl

Der Traumhund
Der Traumhund

JAPAN 2014

Vorwort :

Nachdem  in der FCI Delegierten  Sitzung Ende Januar, Anfang Februar die definitive Richtereinteilung für die Agility Weltmeisterschaft in Luxemburg offiziell bekannt wurde, gab es von verschiedenen Seiten relativ heftige,  zum Teil unmögliche Reaktionen  auf diese Nominierung hin.

Keiner wusste genau was und warum in dieser Sitzung so entschieden wurde, aber jeder meinte irgendwo, irgendwas gehört oder  gelesen zu haben. Eine gewisse Enttäuschung kann man akzeptieren, aber wenn  32  FCI Delegierte aus den verschiedensten Ländern entscheiden, muss man diese Entscheidung akzeptieren!

Wie schnell ein Mensch seine Meinung ändern kann ist aber dann doch erstaunlich! Siehe die Entwicklung der letzten Monate!

Es ist eigentlich überflüssig noch Worte über diese ganze Geschichte zu verlieren und wird jetzt auch nicht mehr gemacht!

Nachdem also offiziell feststand dass ich als Richter für „unsere“ WM nominiert war, konnte ich die vielen Angebote, die auch schon im Vorfeld der FCI Sitzung kamen und auf die ich immer geantwortet habe dass ich das „OK“ als WM Richter noch immer nicht habe, in Ruhe durchsehen um dann zu sehen was ich annehme und was nicht. Es gab tolle Anfragen aber wie zu meiner aktiven Agility Zeit sollte es bei mir keinen Stress geben und vor allem kein „MUSS“ d.h nicht jedes Wochenende richten. Es gibt auch noch andere Dinge die man an einem freien Wochenende machen kann.

Ein Höhepunkt war natürlich die Anfrage des japanischen Kennel Clubs, ein 2 Tages Meeting in Kawasaki, nahe bei Tokyo sowie ein Richterseminar am Freitag  zuvor.

Solch eine Einladung kann  man natürlich nicht ablehnen, und so machten Nathalie und Ich uns auf, dieses uns fremde Land zu besuchen.

Mittwoch 28. Mai

Abflug in Luxemburg. Gegen 10 Uhr ging es mit der Swissair nach Zürich, dort nach einem kleinen Zwischenstopp mit einer anderen Swissair Maschine nach Narita, dem großen Flughafen nahe Tokyo.

Die Flugzeit betrug etwa 11 Stunden, immerhin fast 10 000 km und um das Ganze dann auch richtig genießen zu können, gönnten  wir  uns einen kleinen Luxus: Business Flug stand auf dem Programm!

Essen und Trinken so viel wie man wollte, sodass dieser doch lange Flug relativ schnell verstrich und wir trotz des Zeitunterschiedes von 7 Stunden dann relativ entspannt in Narita landeten

Donnerstag 29. Mai

Wie gesagt, Landung in Narita und warten auf unsere Begleiterin, Dolmetscherin Hiroko, die uns bestens die nächsten Tage über versorgte und uns praktisch jeden Wunsch von den Augen ablas.

Hiroko brachte uns dann auch in Ihrem Auto vom Flughafen zu unserem ersten Hotel. Nach Einchecken und etwas frisch machen ging es auf Erlebnistour. Auf dem Programm stand unter anderem der Besuch des über 13m großen Buddhas in Kamakura, sowie die fantastischen Tempel und Parks in der Umgebung. Einfach faszinierend diese Freundlichkeit der Menschen, die Sauberkeit in den Parks, auf den Straßen, die Menge der Leute. Der erste Eindruck: COOL!!!

Im Laufe des Tages stieß  Makoto hinzu, auch ein Richter der zugleich verantwortlich für das Richterseminar war. Nach der Besichtigung eines großen Kaufhauses stand dann das von uns gewünschte obligatorische Sushi Essen auf dem Programm. Man muss es einfach sagen, Sushi in Japan ist doch etwas anders als in Luxemburg. Der zweite Unterschied, es ist noch teurer als bei uns, wie man überhaupt feststellen konnte dass Japan im Allgemeinen relativ teuer ist. Dann ging es mit dem Metro, einfach die geniale Form sich fort zu bewegen ins Hotel und der erste wunderschöne Tag in Japan sollte zu Ende gehen. Zu bemerken bleibt noch, dass vom ersten Tag bis zum letzten Tag es fantastisches Wetter gab, Morgens gegen 9 Uhr schon über 20 Grad, rauf  bis zu 35 Grad, eigentlich  erstaunlich weil normalerweise um dies Zeit viel Regen ansteht.

Freitag, 30. Mai

Um 2 Uhr Morgens schaute ich auf die Uhr, dachte ich hätte 10 Stunden geschlafen. Dann ging das große Warten los. Wann kann man aufstehen? Wann geht die Sonne auf? Ist es der Jetlag? Nun trotzdem war die Form über den folgenden Tag eigentlich gut. Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit Hiroko und Makoto ging es dann zum Hauptgebäude von Royal Canin, wo das Richterseminar stattfinden sollte. 24 Richter waren anwesend und ich sollte über Parcoursaufbau-Umbau, Parcoursschwierigkeiten sowie die Entwicklung im Agility in Europa und vor allem in Luxemburg reden. War schon toll, ich versuchte das Ganze in Englisch, mit Unterstützung von Nathalie, dann übersetzte Hiroko in Japanisch und irgendwie gelang die Verständigung.

Danach besichtigten wir den Tokio Tower, man könnte sagen ein Nachgebilde des Eiffelturms, ungefähr dieselbe Höhe. Die Eröffnung dieses Turms war im März 1958, komischerweise sagt mir dieses Datum etwas!

Trotzdem schön beeindruckend, nach anderen Sehenswürdigkeiten fand am Abend ein Essen beim….Mexikaner statt, dies im Beisein der Richter, Parcoursleiter und der FCI Delegierten Japans, Frau Nemoto Rie, die wie sich rausstellte auch verantwortlich für den Wettbewerb war. Schon speziell dieser Abend, aber geschmeckt hat es!

Samstag, 31. Mai

Abfahrt um 6.30 bei fast 20 Grad in Richtung Agility Meeting! Was soll ich sagen: der Wettkampfplatz lag auf einem Gelände, wo hinter Dir die Schiffe aufs Meer  fahren, dieser Anblick dürfte fast einzigartig sein!

Ewa 500 Starter am Samstag, dies nur A1 und A2 Hunde, auf 2 Parcours mit 3 Richtern. Alle Parcours an beiden Tagen waren von mir gezeichnet, es blieb dann nach dem Aufbau eine kleine Kontrolle zu machen und los ging es. Anwesend waren viele Ehrengäste und die Disziplin die herrschte war fast normal wenn man weiß wie Japaner sich verhalten. Also, 500 Starter, Beginn 8.oo Uhr, Preisverteilung 15.00 Uhr, besser geht es eigentlich nicht!!

Am Abend, nach einem langen, aber doch schönen Richten ging es zum gemeinsamen Abendessen, wo ich natürlich auch über das Niveau der japanischen Agilitisten befragt wurde. Mir fiel auf dass vor allem beim A2 viele Stangen fielen, ansonsten die Führung, Zonen, Slalom einwandfrei ausgebildet waren.

Die Erklärung: Im A2 sowie A3 wird auf der maximalen Höhe gesprungen. Es könnte sein dass weil viele Starter zum ersten Mal im A2 starteten dies das Problem sein könnte. Gespannt war ich auf die A3er am Sonntag!

Sonntag 1. Juni

Wiederum zeitiges Abfahren denn heute standen 600 A3 Starter auf dem Programm, zusätzlich ein Team Lauf, (wo ich dann noch am Samstag schnell einen Parcours für Agility und Jumping zeichnete!!!!).

Zudem war es ein Lauf für die WM Selektion, d.h man musste unter die 30 Ersten kommen um sich für den Finallauf zu qualifizieren der aber zu einem späteren Termin stattfindet. Auch diese Parcours habe ich dem japanischen Verband im Vorfeld zu gestellt.

Vorweg, tolle Hunde, tolle Hundeführer! Ich bin gespannt auf die WM. (Ich denke um an meinen Team –Favoriten ran zukommen wird es trotzdem schwer, aber wer weiß!)

Auch hier war der Wettkampf gegen 16.00 Uhr fertig. Ein Kompliment nochmals an das ganze Team, hervorragende Organisation, Helfer die Stundenlang im Sekretariat saßen oder auf dem Platz, nachahmenswert!!!

Jetzt stand noch der Transfer in ein anderes Hotel an, schnell hier einchecken und dann zum ersten Mal ein Abendessen zu zweit!

Montag , den 2. Juni

Letzter Tag, Hiroko holte uns um 10 Uhr beim Hotel ab und Tokio wurde besucht. Eindrucksvoll, diese vielen Leute, diese Einkaufsstraßen, der berühmte Filmhund Hachiko vor der Shibuya Station, moderne Metropole wobei es aber immer wieder  die vielen Tempel und die herrlichen Parkanlagen zu bestaunen gibt!

Dann als letzte Sehenswürdigkeit stand der Tokyo Skytree an, erst 3 Jahre alt, mit dem Aufzug war man in Null Komma Nichts auf 450 m hoch. Ein sensationeller Ausblick auf Tokyo und weil die Sonne hier relativ früh untergeht konnten wir auch noch den Sonnenuntergang genießen. Beeindruckend!

Ein typisches japanisches Abendessen schloss diesen außergewöhnlichen Tag ab und der Abschied von Hiroko nahte: Wir haben viele schöne Tage in Japan genossen und dank eben Hiroko so viel gesehen. Aber in ein paar Monaten werden wir uns in Luxemburg wiedersehen und diese Zeit wird wie im Flug vergehen!

Dienstag, den 3. Juni

Gegen 8 Uhr Morgens mit dem Bus nach Narita, wo das Flugzeug gegen 10.20 abfliegen sollte.

Nach einem wiederum ausgezeichneten Flug über Zürich landeten wir fast Top Fit gegen 18.00 Uhr in Luxemburg.

Eine tolle Reise ging zu Ende, noch lange werden wir an diesen außergewöhnlichen Trip denken.

Jetzt stehen noch weitere kleinere aber bestimmte auch schöne Reisen auf dem Programm, Angefangen mit dem Wettbewerb am Mont Saint Michel, dann die Woche danach zur BAM in Deutschland, ein paar Tage in Luxemburg und dann noch schnell rauf nach Dänemark zum Dania Cup 2. Woche Juli. Danach ist erstmals Schluss mit Richten, dann steht das Fahrrad auf dem Programm. Letzter persönlicher Test wird die Landesmeisterschaft in Österreich sein, die eine Woche vor der WM stattfindet.

T.J

Lange ist auf dieser HP nichts passiert! Aber was sollte ich auch schreiben? Lee´s Agility “Karriere” ist vorbei, d.h im Alter von 8 ½ Jahren geht Lee in Rente. Wobei zu bemerken ist dass sie immer noch noch top fit ist. Aber da bis jetzt alle meine Hunde, Vita, Jack in diesem Alter mit dem Agility Sport aufgehört haben, werde ich dies auch mit Lee tun. Vita und Jack wurden 15 resp 14 Jahre alt, also sollte es ein gutes Omen für Lee sein. Die Rente bezieht sich aber nur auf die Präsenz bei Wettbewerben, im Training ist sie aber fast immer dabei und macht die ein oder andere Sequenz noch mit, allerdings nur Spass, korrigiert wird nichts mehr. Die schönen Agilityjahre bleiben in bester Erinnerung, genauso wie die verschiedenen sehr gute erzielte Resultate.

Trotzdem war das Jahr 2011, obschon wir erst Oktober schreiben, wie immer recht anspruchsvoll. Nachdem wir im Frühjahr bei einigen offiziellen Agility Turniere gestartet sind, kamen dann noch einige Richtertätigkeiten dazu, wobei neben dem nationalen Richten vor allem das internationale Richten bei der Jugend Europameisterschaft in den Niederlanden sowie ein Turnier in Rom das Highlight waren!

Womit ich 2011 etwas übertrieben habe ist die Zahl der Agilityseminare! Insgesamt 6 Wochenendseminare sowie die ganze Woche in Oberammergau waren des Guten etwas zuviel! Aber “Nein” sagen fällt immer schwer, trotzdem nächstes Jahr wir hier viel kürzer getreten.

Das Jahr 2012 wird dann auch ganz im Blickpunkt des Richtens sein. Viele interessante Richtertätigkeiten im Ausland stehen schon fest, dazu kommt selbstverständlich noch das Richten in Luxemburg, wo eine WM Quali, die Coupe de Luxembourg sowie die Landesmeisterschaft unter anderem auf dem Programm stehen. (alles zu sehen unter der Rubrik: Richten)

In der wenigen Zeit die dann 2011 noch übrig blieb, stieg ich auf das Fahrrad! Etwa 4000 km konnte ich immerhin noch zurück legen. Auch hier gab es ein Highlight: das Besteigen des legendären Mont Ventoux in Frankreich. Im September schaffte ich es, zusammen mit 3 Kollegen, diesen im Durchschnitt 10 % steilen Berg von 25 km rauf zu fahren, wobei das Wort “Fahren” etwas übertrieben ist, aber dennoch! Die anderen 230 km an diesem Wochende waren da nur Zugabe!

 

Jetzt bleibt noch die mir oft gestellte Frage zu beantworten: wie sieht es mit einem neuen Hund aus? Man sollte sich ja nie so ganz fest legen, aber geplant ist die nächsten 4 Jahre kein Zuwachs, ausser Lee würde etwas passieren!

Also, Richten, Fahrradfahren und das Private werden in Zukunft im Vordergrund stehen, wobei natürlich mein Verein Bettemburg mit seiner im Bau befindlichen schönen Agilityhalle nach wie vor meine volle Unterstützung finden wird.

Bis auf ein neues!

Jos